Solarenergie für Warmwasser

Die natürliche Sonnenwärme lässt sich bekanntlich effektiv zum Heizen und zum Erwärmen des Wassers im Haushalt verwenden. Allerdings kann eine Solaranlage nicht das ganze Jahr über kontinuierlich für warmes Wasser sorgen. Damit dies überhaupt erst möglich wird, ist es wichtig, die gesamte Anlage richtig zu dimensionieren. Gerade für Zeiten, in denen mehr Heizleistung erforderlich ist, lohnt sich der Einbau einer normalen Heizungsanlage als zusätzliche Heizung.

Mit einer Solaranlage Warmwasser erzeugen – die wichtigsten Tipps

Prinzipiell lässt sich mit einer durchschnittlich großen Solaranlage der Bedarf an warmem Wasser in vielen Fällen vollständig abdecken. Weil der Bedarf an warmem Wasser vor allem im Herbst und Winter deutlich größer ist und die Anlage darüber hinaus durch die reduzierte Sonneneinstrahlung weniger leistet, reicht diese Menge jedoch in der Regel nicht aus. Für solche Zeiten ist die Kombination von Solarenergie mit einer Öl-, Gas- oder Pelletheizung besonders sinnvoll. Erst dann, wenn man den Bedarf an Wasser für den Haushalt nicht mehr durch Solarenergie decken kann, wird die andere Technik genutzt. Insgesamt lässt sich somit noch deutlich Energie einsparen – bis zu 50 % sind hier keine Seltenheit.

Noch besser lässt sich die Energie der Sonne nutzen, wenn man Geräte nutzt, die über einen Warmwasseranschluss verfügen – bei Geschirrspülern und Waschmaschinen lässt sich einiges optimieren.

Die Solarenergie zur Aufbereitung von Warmwasser zu nutzen, ist schon mit Hilfe einer recht einfachen Anlagentechnik möglich. Inzwischen existieren allerdings viele verschiedene Solar-Gesellschaften, welche teilweise eine sehr lange Erfahrung aufweisen und daher für die verschiedensten Anforderungen passende Anlagekonzepte anbieten können.

So funktioniert eine thermische Solaranlage zur Aufbereitung von Warmwasser

Funktion einer Solarthermieanlage

Funktionsskizze einer Solarthermieanlage © egm - Fotolia.com

Das Herz einer thermischen Solaranlage ist zunächst einmal der Kollektor. Am weitesten verbreitet sind hier so genannte Flachkollektoren, welche aus einem beschichteten Absorber, der zur Aufnahme des Sonnenlichts sowie zur Umwandlung in Wärme dient, besteht. Um Wärmeverluste so weit wie möglich zu reduzieren, bettet man den Absorber beim Einbau in einen speziellen wärmegedämmten Kasten ein, der mit einer transparenten Glasschicht abgedeckt wird.

Im Absorber selbst befindet sich eine Wärmeträgerflüssigkeit, die sich aus Wasser und Frostschutzmittel zusammensetzt. Diese zirkuliert zwischen dem Warmwasserspeicher und dem Kollektor. Man nimmt die Solaranlage über einen so genannten Solarregler in Betrieb: Wenn die Wärme im Kollektor um eine spezielle Gradzahl höher ist als die Wärme im Speicher, so wird die Solarkreis-Umwälzpumpe aktiviert. Nun transportiert die Flüssigkeit die Wärme weiter in den Warmwasserspeicher.

Mit der Solaranlage den Pool heizen – geht das?

Es gibt spezielle Solar-Poolheizungen, mit denen man auch Warmwasser für den Swimmingpool bereitstellen kann. Der klare Vorteil ist hier in jedem Fall, dass auf diese Weise kostenlose Wärme bereitgestellt wird – es fallen keine Energiegebühren für die Erwärmung des Wasser an. Darüber hinaus ist im Grunde keine Wartung notwendig, es ist also kein Fachmann erofrderlich. Ein großer Nachteil ist allerdings, dass eine solche Anlage durchaus viel Platz benötigt – wer einen großen Garten hat, ist also ganz klar im Vorteil.

Vorteile einer Poolheizung mit solarem Betrieb

Prinzipiell lohnt sich eine Schwimmbadheizung, mit der man kostengünstig das Poolwasser erwärmen kann. Sie ist eine rentable Lösung, da sie günstig und einfach Wärme erzeugt. Darüber hinaus schonen sie effektiv die Umwelt und sparen auf lange Sicht hin viel Geld. Ideal ist, die Anlage nach Süden hin auszurichten, damit eine bestmögliche Sonneneinstrahlung ermöglicht wird. Beim Einbau sollte außerdem beachtet werden, dass man die Kollektoren nicht im Schatten oder in der Nähe von Bäumen, wo sie zu manchen Tageszeiten nicht angestrahlt werden können, positioniert. Ratsam ist außerdem eine sehr effektive Isolierung des Pools – auch durch diese wird das Wasser länger warm gehalten. Unbedingt notwendig ist eine umfangreiche Beratung durch einen Fachbetrieb, bevor man sich eine Solaranlage für die Beheizung des eigenen Swimmingpools kauft.

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