Internationale Aktivitäten und Vereinbarungen



Am 19. und 20. Juni 2002 veranstaltete das BMU in Berlin in Zusammenarbeit mit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und der GEF (Global Environment Facility) die bis dahin größte Konferenz zur Markteinführung solarthermischer Kraftwerke. Wichtigstes Ergebnis war die einstimmige Verabschiedung der Declaration of Berlin, auf dessen Grundlage eine Partnerschaft aus international zusammengesetzten Arbeitsgruppen zur Formulierung einer globalen Markteinführungsstrategie für solarthermische Kraftwerke ins Leben gerufen wurde.

Diese Partnerschaft wurde auf dem Weltgipfel in Johannesburg (Südafrika, 26. August bis 04. September 2002) als sog. Type II Initiative ("Market Facilitation Partnership for Concentrating Solar Power Technologies") mit den Lead Partnern BMU und BMZ registriert und initialisiert.

Auf der Folgekonferenz in Palm Springs (Kalifornien, 21. bis 23. Oktober 2003) wurden die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vorgestellt und konkretisiert. Einstimmig wurde das Palm Springs Protocol verabschiedet und damit die Global Market Initiative GMI gestartet. Sie beinhaltet u.a. den Beschluss, in gemeinsamer Anstrengung innerhalb von 10 Jahren solarthermische Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 5.000 MW zu installieren. Darüber hinaus soll die Global Market Initiative institutionalisiert werden.

Im Rahmen der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn (01. bis 04. Juni 2004) wurde die Global Market Initiative in das globale Aktionsprogramm (International Action Programme) aufgenommen. Insbesondere haben Minister aus Algerien, Ägypten, Italien, Jordanien und Marokko Abkommen zur Unterstützung der solarthermischen Stromerzeugung unterzeichnet.

Endorsement Statements und weitere Unterstützung der Concentrating Solar Power Global Market Initiative (GMI)
  • Algeria (Dr. Chakib Khelil, Minister for Energy and Mining)
  • Egypt (Dr. Hassan Younes, Minister for Electricity and Energy)
  • Germany (Jürgen Trittin, Federal Minister for the Environment)
  • Israel (Joseph Paritzky, Minister of National Infrastructures)
  • Italy (Corrado Clini for Altero Matteoli, Minister of Environment and Territory)
  • Jordan (Eng. Azmi Al-Said Khreisat, Minister for Energy and Mineral Resources)
  • Morocco (Mohamed Boutaleb, Minister for Energy and Mines)
  • New Mexico (Bill Richardson, Governor)
  • Spain (Antonio J. Fernández Segura, Secretario General de Energía)
  • Yemen (Abdul Rahman Tarmoom, Minister of Electricity)




Globales Potenzial zur Stromerzeugung durch solarthermische Kraftwerke in GWhel/km² und Jahr (DLR, Institut für Technische Thermodynamik).


VDI/VDE-IT 16.08.2006 17:33












Solare Direktstrahlung im Mittelmeerraum. Der Einsatz solarthermischer Kraftwerke ist ab einer Strahlung von 1.700 kWh/m² und Jahr sinnvoll (DLR, Institut für Technische Thermodynamik).