Aktuelles



Drittes Berliner Strategiegespräch zu solarthermischen Kraftwerken

Matthias Machnig, Staatssekretär im BMU, diskutierte am 7. Juli 2008 mit Experten aus Industrie und Forschung über Marktperspektiven solarthermischer Kraftwerke. Demnach könnte bis zum Jahr 2020 weltweit eine Kraftwerkskapazität 46 GW errichtet werden, davon allein in Nordafrika 20 GW. Voraussetzung sind geeignete Rahmenbedingungen, wie z. B. die Möglichkeit des Solarstromexports von Nordafrika nach Europa. Dazu könnte die neu eingerichtete „Union für das Mittelmeer“ entscheidende Impulse liefern. Thematisiert wurde auch die Ausrichtung der Forschungsförderung (Juli 2008).


Wechsel der Projektträgerschaft

Zum 01. Januar 2008 wird die Projektträgerschaft im Bereich der solarthermischen Kraftwerke an PTJ übergeben. Dies beinhaltet sowohl die Betreuung laufender als auch die Bewilligung neuer Projekte. Die VDI/VDE-IT wird sich aber auch zukünftig für solarthermische Kraftwerke engagieren (Dezember 2007).


Spatenstich für den "Jülichturm"

Am 31. August 2007 hat im nordrhein-westfälischen Jülich der Bau eines solarthermischen Turmkraftwerks (STJ) begonnen. Dabei handelt es sich um ein Forschungsprojekt mit einer elektrischen Leistung von 1,5 MW, in dem erstmals ein Luftreceiver zur Stromproduktion zum Einsatz kommen wird. Außerdem wird ein Speicher installiert, der die Stromerzeugung für ca. eine Stunde ohne Sonneneinstrahlung aufrechterhalten kann. Die für dieses Projekt erforderlichen Technologien wurden insbesondere im Rahmen von KOSMOSOL und KOSMOSOL II entwickelt. Das Forschungskraftwerk wird gemeinsam vom Bundesumweltministerium sowie von den Bundesländern NRW und Bayern finanziert. Die Errichtung kann hier verfolgt werden (August 2007).


Baubeginn für ANDASOL II

Am 11. Juli 2007 erfolgte die Grundsteinlegung des Parabolrinnenkraftwerks ANDASOL 2 in der Hochebene von Guadix (Andalusien, Spanien). Das 300 Mio. Euro Projekt wurde von der Erlanger Solar Millennium AG entwickelt und entsteht direkt neben dem seit einem Jahr in Bau befindlichen Kraftwerk ANDASOL 1 (s. u.). In der neuen, weitgehend baugleichen Anlage kommt wiederum die von BMU geförderte Spitzentechnologie im Bereich der Kollektoren (ANDA), Receiver (PARFOR), Salzschmelzespeicher und Steuerung zum Einsatz. Zudem sind bei der Realisierung des Kraftwerks deutsche Unternehmen wie Flagsol, Schott, Flabeg und Siemens maßgeblich beteiligt. Für den Anlagenbau ist die spanische ACS/Cobra-Gruppe verantwortlich. Nach einer Bauzeit von insgesamt 24 Monaten soll die Anlage mit einer Kollektorfläche von 512.000 m² in Betrieb gehen und bis zu 200.000 Menschen mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Damit handelt es sich bei den ANDASOL Kraftwerken um die größten Anlagen dieser Art und zugleich um den weltweit größten Solarstandort (Juli 2007).


MAN Solar Millennium AG ist neuer Player zur Errichtung solarthermischer Kraftwerke

Ab sofort können große solarthermische Kraftwerke von einem deutschen Unternehmen, der MAN Solar Millennium GmbH (Essen), angeboten und schlüsselfertig errichtet werden. Das neue Unternehmen wurde durch die MAN Ferrostaal AG (Essen) und die Solar Millennium AG (Erlangen) gegründet und damit Kompetenzen in Projektierung und Anlagenbau gebündelt. Beide Gesellschafter verfügen aufgrund konsequenter Forschungsaktivitäten über internationale Spitzentechnologien und Know-how, das insbesondere durch eine kontinuierliche BMU-Förderung aufgebaut werden konnte. Die MAN Solar Millennium GmbH soll nach Zustimmung durch das Bundeskartellamt als weltweit führender Anbieter solarthermischer Kraftwerke etabliert werden (Mai 2007).


Baubeginn für ANDASOL I

Seit Anfang Juni 2006 laufen die Bauarbeiten in Spanien für das erste europäische Parabolrinnenkraftwerk. In etwa zwei Jahren soll die kommerzielle Stromproduktion aufgenommen werden. Bei dem 300 Mio. € Projekt wird die mit BMU Mitteln entwickelte Spitzentechnologie zum Einsatz kommen, das sind insbesondere Solarkollektoren (ANDA) und Absorber (PARFOR). Das Projekt wird gemeinsam von der Erlangener Solar Millennium AG und der spanischen ACS/Cobra-Gruppe realisiert und ist Auftakt für zwei weitere Kraftwerke ähnlicher Bauart am gleichen Standort (Juni 2006).



VDI/VDE-IT 26.08.2008 10:02